Produktbeschreibung
Natriumhydroxid, allgemein als Ätznatron bezeichnet, trägt die chemische Formel NaOH. Als stark ätzende, stark basische Verbindung liegt es meist in Form von weißen Flocken oder Granulat vor. Es löst sich leicht in Wasser unter Bildung einer alkalischen Lösung und ist auch in Methanol und Ethanol löslich. Aufgrund seiner hygroskopischen Natur nimmt es Luftfeuchtigkeit sowie saure Gase wie Kohlendioxid aus der Umgebung auf.
In zahlreichen Industriebereichen weit verbreitet, ist Natriumhydroxid für die Herstellung von Papierzellstoff, Textilien, Seife und verschiedenen Reinigungsmitteln unverzichtbar. Es ist auch ein wichtiger Bestandteil von alkalischen Abflussreinigern für den Haushalt.

Chemische Eigenschaften
| Schmelzpunkt | 681 °C (wörtl.) |
| Siedepunkt | 1390 °C |
| Dichte | 1,515 g/mL bei 20 °C |
| Dampfdichte | <1 (gegenüber Luft) |
| Dampfdruck | 1 mm Hg (745 °C) |
| Brechungsindex | 1.473-1.475 |
| Flammpunkt | 176-178 °C |
| Lagertemp. | Raumtemperatur |
| Löslichkeit | H2O: 1 M bei 20 °C, klar, farblos |
| Form | Perlen |
| Farbe | Weiß |
| Spezifisches Gewicht | 2.13 |
| Geruch | Geruchlos |
| pH-Bereich | 13 - 14 |
| pH | 10,98 (1 mM Lösung); 11,95 (10 mM Lösung); 12,88 (100 mM Lösung); |
| Wasserlöslichkeit | LÖSLICH |
| Empfindlich | Luftempfindlich & hygroskopisch |
| Zersetzung | 176-178 ºC |
| λmax | λ: 260 nm Amax: 0,015 |
| λ: 280 nm Amax: 0,01 | |
| Merck | 148.627 |
| Dielektrizitätskonstante | 57,5 (25 °C) |
| Expositionsgrenzwerte | TLV-TWA Luft 2 mg/m³ (OSHA); Spitzenwert 2 mg/m³ (ACGIH) und 2 mg/m³/15 min (NIOSH). |
| Stabilität: | hygroskopisch |
| CAS-Datenbankreferenz | 1310-73-2 (CAS-Datenbank-Referenz) |
| NIST-Chemiereferenz | Natriumhydroxid (1310-73-2) |
| EPA-Stoffregistrierungssystem | Natriumhydroxid (1310-73-2) |
Sicherheitsinformationen
| Gefahrencodes | C,Xi |
| Risikosätze | 36/38-35-34 |
| Sicherheitshinweise | 26-45-37/39-24/25-36/37/39 |
| RIDADR | UN 1824 8/PG 2 |
| WGK Deutschland | 1 |
| RTECS | TT2975000 |
| F | 8 |
| TSCA | Ja |
| HS-Code | 2815 11 00 |
| Gefahrenklasse | 8 |
| Verpackungsgruppe | II |
| Gefahrstoffdaten | 1310-73-2 (Daten zu gefährlichen Stoffen) |
| Toxizität | LD oral bei Kaninchen: 500 mg/kg (10%ige Lösung) (Fazekas) |
| IDLA | 10 mg/m³ |
Produktanwendung
Natriumhydroxid bietet umfangreiche Anwendungsmöglichkeiten. In chemischen Laboratorien dient es sowohl als gängiges Reagenz als auch als alkalischer Trockenmittel, dank seiner starken Hygroskopizität. Ätznatron nimmt eine wichtige Stellung in der nationalen Wirtschaftsentwicklung ein und ist für mehrere Industriesektoren unverzichtbar. Die chemische Industrie ist der größte Verbraucher, gefolgt von der Papierherstellung, der Aluminium- und Wolframverhüttung, der Viskosefaserproduktion und der Seifenherstellung. Es wird auch bei der Synthese von Farbstoffen, Kunststoffen, Pharmazeutika und organischen Zwischenprodukten, der Regenerierung von Altgummi, der Elektrolyse von metallischem Natrium, der Wasseraufbereitung und der Herstellung von anorganischen Salzen wie Borax, Chromsalzen, Manganaten und Phosphaten verwendet.
Industrielles Natriumhydroxid muss der nationalen Norm GB209-2006 entsprechen; industrielles Natriumhydroxid in Ionenaustauschmembran-Qualität folgt GB/T11199-89; chemiefaser-Qualität Natriumhydroxid erfüllt GB11212-89; und lebensmittelgeeignetes Natriumhydroxid entspricht GB5175-85.
Industriell ist Natriumhydroxid weithin als Ätznatron bekannt, ein Begriff, der von den schweren Hautverätzungen durch seine konzentrierten Lösungen herrührt. Es löst Proteine auf, was zu alkalischen Verätzungen führt, die länger heilen als Säureverätzungen. Das Einträufeln einer 0,02%igen Natriumhydroxidlösung in Kaninchenaugen kann das Hornhautepithel schädigen. Relevante Toxizitätsdaten zeigen eine intraperitoneale LD50 von 40 mg/kg bei Mäusen und eine orale LDLo von 500 mg/kg bei Kaninchen. Sein Staub reizt die Augen und die Atemwege, greift die Nasenscheidewand an und schädigt die Haut und insbesondere die Schleimhäute, wobei weiche Schorfe entstehen, die in tiefes Gewebe eindringen und bleibende Narben hinterlassen können.







