Produktbeschreibung
Bleimonoxid ist eine anorganische Verbindung mit der chemischen Formel PbO. Es tritt als gelbes kristallines Pulver auf, das in Wasser und Ethanol unlöslich, jedoch in Salpetersäure, Essigsäure und heißen alkalischen Lösungen löslich ist.
Diese Substanz hat umfangreiche industrielle Anwendungen und dient als Pigment, metallurgisches Flussmittel und Trockenmittel für Farben. Sie wird auch als Vulkanisationsbeschleuniger für Kautschuk und als Rohstoff für die Pestizidherstellung sowie für andere industrielle Zwecke genutzt.

Chemische Eigenschaften
| Schmelzpunkt | 886 °C (wörtl.) |
| Siedepunkt | 1470 °C |
| Dichte | 9.53 |
| Dampfdruck | 10 mm Hg (0 °C) |
| Brechungsindex | 2.67 |
| Lagertemperatur | Unter +30°C lagern. |
| Löslichkeit | Löslich in konzentrierter Lauge, HCl und Ammoniumchlorid. Unlöslich in verdünnter Lauge und Alkohol. |
| Form | Pulver |
| Farbe | gelb |
| Spezifisches Gewicht | 9.53 |
| pH | 8-9 (100 g/l, H₂O, 20 °C) (Aufschlämmung) |
| Wasserlöslichkeit | Löslich in konzentrierter Lauge, Salzsäure und Ammoniumchlorid. Unlöslich in Wasser, verdünnter Lauge und Alkohol. |
| Hydrolytische Empfindlichkeit | 4: keine Reaktion mit Wasser unter neutralen Bedingungen |
| Merck | 145413 |
| Expositionsgrenzwerte | ACGIH: TWA 0,05 mg/m³ |
| NIOSH: IDLH 100 mg/m³; TWA 0,050 mg/m³ | |
| Stabilität | Stabil. Reagiert heftig mit Wasserstoffperoxid, starken Oxidationsmitteln, Aluminium, Zirkonium, Halogenen, Schwefeltrioxid, Bor, Silicium, Natrium, Zink. |
| CAS-Datenbankreferenz | 1317-36-8 (CAS-Datenbank-Referenz) |
| NIST-Chemiereferenz | Blei(II)-oxid (1317-36-8) |
| EPA-Stoffregistrierungssystem | Blei(II)-oxid (1317-36-8) |
Sicherheitsinformationen
| Gefahrencodes | T,N |
| Risikosätze | 61-20/22-33-50/53-62 |
| Sicherheitshinweise | 53-45-60-61 |
| RIDADR | UN 2291 6.1/VG 3 |
| WGK Deutschland | 3 |
| RTECS | OG1750000 |
| TSCA | Ja |
| HS-Code | 2824 10 00 |
| Gefahrenklasse | 6.1(b) |
| Verpackungsgruppe | III |
| Gefahrstoffdaten | 1317-36-8 (Gefahrstoffdaten) |
| Toxizität | LD50 i.p. bei Ratten: 40 mg Pb/100 g (Bradley, Fredrick) |
Produktanwendung
Bleimonoxid findet umfangreiche Verwendung bei der Herstellung von PVC-Kunststoffstabilisatoren und dient als wichtiger Rohstoff für die Synthese verschiedener bleibasierter Salze. Im Farbensektor reagiert es mit Ölen zu Bleiseifen, die als effiziente Trockenmittel für Beschichtungen wirken.
Darüber hinaus wird es zur Herstellung von optischem Glas mit hohem Brechungsindex, Keramikglasuren und Flachschleifmitteln für Präzisionswerkzeugmaschinen eingesetzt. Zudem fungiert es als pharmazeutischer Rohstoff und Gummifarbstoff und wird häufig bei der Herstellung von Batterieplatten sowie in Erdölraffinerieprozessen verwendet.






